Der letzte Tag ist schnell erzählt. Die letzten Songs wurden gemischt und gemastert, wobei wir nicht ganz fertig geworden sind. Daniel und ich machten noch ein paar Backings und Seppl sang auch noch mal einen Song ein. Ansonsten wurde halt unter großem Zeitdruck gearbeitet und aufgrund von beruflicher Verpflichtungen machten Seppl und Daniel sich gegen Abend auf den Weg gen Heimat. Bauer und ich blieben bis zum bitteren Ende, als Günni den Hammer fallen ließ. Einen weiteren Studiotag hatten wir von vornherein eingeplant, um am Roughmix rumzumeckern und evtl. noch Gesangsspuren zu verbessern. Die elf Tage sind sehr cool verlaufen, zwischenmenschlich sicherlich entspannter als erwartet. Moppas Besuch war Gold wert und Günnis ruhige Art ebenso. Jetzt mit dem Großteil der Songs im Vormix nach Hause, endlich ins eigene Bett und mal andere Menschen sehen.
Ich glaube, da erwartet euch was ganz Großes im Sommer!
Lennart
06. Juli 2008
Studiotagebuch - Tag 10
Tag 10, die Zielgerade ist in Sicht und das so was von! Wir haben mittlerweile grandiose 01:57 Uhr und Günni mischt gerade den letzten Song für heute ab. Anschließend müssen wir dann noch einmal drüber hören, um unsere letzten Fehler auszubügeln, um den Sound der einzelnen Instrumente unseren Vorstellungen entsprechen zu lassen. Aber ich will heute gar nicht so speziell auf den Studioalltag eingehen, da dieser wie so häufig immer aus dem selbem Trott wie jeden Tag besteht. Ihr kennt das ja mittlerweile - einspielen, drüber hören, abmischen und das bei jedem einzelnen Instrument.
Fakt ist auf jeden Fall, dass wir heute das erste Mal ein wenig unter Zeitdruck gestanden haben. Lennart und Seppl mussten noch recht viele Sologitarren einspielen und zudem mussten noch drei Lieder eingesungen werden. Gestern Abend herrschte hier im Lage teils recht großer Pessimismus, doch ich bin eigentlich immer davon ausgegangen, dass wir alles in unserem zur Verfügung stehenden zeitlichen Rahmen schaffen.
Und so war es dann größtenteils im Endeffekt auch. Alle Sologitarren sind drin, alle Lieder eingesungen, die ersten Lieder sind vorabgemischt. Morgen müssen Lennart und ich noch kleine Backingvocals zu vereinzelten Liedern singen, aber ich gehe davon aus, dass keiner von uns Vieren mehr ein Instrument hier in Gronau in die Hand nehmen muss. Also werden wir morgen den lieben langen Tag damit verbringen, uns unsere fabrizierten Ergüsse anzuhören und mit unserem Lieblings Döntertelleresser Günni die Lieder abzumischen und dann zu mastern.
Besides the recordings gibt es zu heute eigentlich nichts sehr Interessantes zu erzählen. Der gute Moppa hat uns gegen Mittag wieder verlassen und ist Richtung Heimat abgedüst. War für die drei Tage eine echte Bereicherung. Hat uns tierisch gefreut, dass du da warst, Junge. Angenommen wir gehen nochmal irgendwann ins Studio bist du jederzeit wieder herzlich eingeladen. Zum Mittag hab ich mal wieder Tiefkühlpizza gegessen und auch die Nahrung der anderen lässt sehr zu wünschen übrig. Seppl pendelt irgendwo zwischen totaler Askese und Kuchen von Günni, Lennart bleibt seinem Toastbrot „American Style“ treu und Bauer hilft mir, die Tiefkühlkost erfolgreich zu vernichten.
Mittlerweile haben wir den alten Rekord einer anderen Band mit zehn Tagen Aufenthalt am Stück schon um zwei Tage überboten und ich bin mir sicher, dass wir den elften auch noch erfolgreich und zufriedenstellend über die Bühne bringen. Ich hoffe, dass wir euch morgen an dieser Stelle von der erfolgreichen Geburt unseres Babys berichten können,
In diesem Sinne - pressen, schön weiter pressen!
Danielsan
06. Juli 2008
Studiotagebuch - Tag 9
...begann eigentlich genau wie die Tage zuvor.
Günni weckte uns gegen halb zehn und wir warteten aufs Frühstück.
Ich betätigte mich mal wieder als Putzfrau und saugte Günnis heiß geliebten Teppich ab, wobei der Rest der Bande nix Besseres zu tun hatte, als mir dabei zuzusehen.
Nach dem wie immer guten und ausgiebigen Frühstück begaben wir uns wieder an das Alltagsgeschehen und fingen erstmal mit Gesangbearbeitung vom Vortag und den nächsten Gitarren an.
Im Laufe des Tages arbeiteten wir uns weiter Richtung Endspurt vor. Seppl sang "Zurück ins Leben" und Lennart gab dem Ganzen noch die Zweitstimme und das entsprechende Solo.
Später folgte dann noch "Ein Blick nach oben" mit unglaublichen 6:50 Min!
Am Abend stieß auch unser Bassist wieder zu uns, der uns ja am Vortag zwecks Studiererei verlassen hatte.
Der Abend an sich, verlief wie immer, wir tranken ein paar Bierchen und quatschten dummes Zeug, wobei sich Seppl und Lennart immer im Wechsel verabschiedeten, um weitere Songs einzusingen bzw. einzuspielen.
Gegen 3:00 Uhr sind wir dann endlich in unsere Betten... im Hinblick auf den kommenden, voll gepackten, vorletzten Tag auch dringend notwendig!
In diesem Sinne...
Bauer
16. Juni 2008
Studiotagebuch - Tag 8
Gestern erst angekommen, heute schon malochen... So hat man das gerne im Urlaub. Aber was tut man nicht alles für Ruhm, Reichtum und Anerkennung? Die ersten Songs sind bereits im Kasten, doch natürlich musste das ganze Spiel heute wieder von vorne losgehen. Das Wichtigste kam natürlich ganz am Anfang: Ein Frühstück der Extraklasse, durch das der Tag gleich doppelt so schön beginnt, wenn man nur vier Stunden Schlaf gefunden hat. Nach der Stärkung am Morgen wurden dann zwei Bassspuren für "Neustart" und "Blick nach oben" geschnitten. Während dessen wurden bereits die Absprachen für den weiteren Tagesablauf besprochen und so wurden am achten Tag - dem Rekordtag des DK-Tonstudio - noch die Gitarren für "Rockstar" und "Hauptgewinn" und der Gesang zu "Das bin ich", "Rockstar" und "Hauptgewinn" eingehämmert. Zum Mittag gab´s dann Pizza und heute Abend wird, falls es nicht nochmal zu schneien beginnt, gegrillt. Natürlich dürft ihr jetzt raten, welches arme Schwein die Grillzange schwingen muss... Genau, der Moppa!
... 8 Stunden später ...
Gelitten... Habe ich eben noch von Grillzange gesprochen? Schön wäre es gewesen! Es gab leider nur eine Gabel und einen Rest Holzkohle vom letzten Wochenende - mit den Utensilien musste man dann das Beste rausholen, was uns sicher auch gelungen ist. Bauer hat mit mir tapfer die Stellung am Grill verteidigt, während Seppl und Lennart im Warmen den "Rockstar" zum Besten gegeben haben. Während so einer Grillsitzung hört man übrigens die tollsten Geräusche (quiekende Tiere [vergewaltigtes Meerschweinchen?!], stöhnende Menschen...).
Die Fleischpfanne hat jedenfalls geschmeckt und man konnte sich gut gesättigt noch an den letzten Gesang des Abends ("Hauptgewinn") begeben, bevor Günni dann um 0 Uhr die Lichter ausgemacht hat, um endlich mal eine anständige Mütze voll Schlaf zu bekommen. Ihr wundert euch vielleicht, warum Daniel noch gar nicht erwähnt wurde - naja - der Arme musste sich bereits um 15 Uhr Richtung Heimat machen, um morgen einen erfolgreichen Studientag absolvieren zu können.
Abschließend bleibt nur noch zu sagen, dass wir einen neuen Eintrag im "Günnisbuch der Rekorde" hinterlassen haben: "Acht Tage pausenlos durchhalten" und der Montag ist immerhin noch drei Tage entfernt, so dass am Ende eine schöne "11" diese Tabelle anführen wird - und das (zumindest bisher) ohne Tote oder schwerwiegende Verletzte.
Hoffen wir, dass in den letzten Tagen keine unvorhergesehenen Dinge passieren, damit bis Montag alles wunderbar im Kasten ist und gemixt werden kann.
Gute Nacht zusammen,
euer Hauptgewinn - Moppa
Nachtrag um 00:39 Uhr:
Ich hätte den Bericht lieber erst ganz zum Schluss, bzw. erst am nächsten Tag geschrieben. Wie war das noch mit den (schwer) Verletzten? Da sitzt man nichts ahnend da und schlürft ein Feierabendbier und was ist dann? ... Lennart poliert mir ohne Grund die Fresse :( Blut spritzt, Zähne fliegen - alle lachen... Aber halb so schlimm, Tempos und Bierflaschen wirken manchmal Wunder! ;)
Endlich neue Gesichter! Nachdem die Sitten verroht und die Gerüche eskaliert sind, die Witze sich in Infantilität, Albernheiten und peinlichen Sexismus gewandelt haben, erreichten uns heute endlich Menschen, die noch nicht diesem Studiozustand verfallen sind. Erst kam gegen Mittag mein Kumpel Freddy aus Münster, um das Intro zu "Lass sie brennen" zu singen, was dem Song eine für uns völlig neue Note gibt. Aufgrund eines gewissen Delays im Betriebsablauf mussten wir uns heute ranhalten und schnell und konzentriert arbeiten. So wurden Bassspuren geschnitten, Gitarren eingespielt und viel eingesungen. Im Großen und Ganzen konnten wir Zeit gut machen und ich bin ziemlich zufrieden mit dem Erreichten des verflixten siebten Tages. Am Nachmittag erreichte uns noch der gute alte Moppa, der die Runde wesentlich bereichern konnte. Beim letzten Gitarrentake, der zu äußerst später Stunde aufgenommen wurde, kam es zu Unstimmigkeiten, die die ansonsten gute Laune etwas trübten, allerdings schaffte Moppa es, mit Stripanlagen die Stimmung wieder zu heben.
Morgen ist die erste Woche rum und wir stellen Günnis Studioaufenthaltsrekord ein, den wir mit insgesamt elf Tagen auch neu definieren werden. Hierbei wird voraussichtlich die Sektion Survivaler ihrem Namen wieder alle Ehre machen. Haltungsnoten werden langsam nicht mehr vergeben und die Jogginghose scheint sich endgültig durchzusetzen. Es ist schon wieder kurz vor vier und morgen muss weiter Knallgas gegeben werden.
Morgen werdet ihr wohl vom Moppa hören, was er so vom Treiben hier zu berichten hat.
In diesem Sinne
Gute Nacht und bis morgen!
Lennart
19. Mai 2008
Studiotagebuch - Tag 6
Der Tag begann recht mühsam. Seppl hatte sich schon etwas früher aus dem Bett bequemt, um ein bissel im Internet zu stöbern und Fernsehen zu gucken, während Daniel, Lennart und ich noch gemütlich im Bett rumpimmelten und auf Günni und sein Kommando zum Frühstück warteten.
Nach dem, wie immer, sehr guten und ausgiebigen Frühstück, ging es endlich ans Werk.
Angefangen haben wir wieder mit Bassschneiden, wobei die meiste Arbeit natürlich bei Günni lag. Nachdem der Bass für "Zurück ins Leben" abgesegnet war, schnitt Günni auch noch den Bass für den "Hauptgewinn". Wir hörten wie immer alles ab und gaben auch diesem Song, bzw. dem Bass dieses Songs, unseren Segen.
So gegen Mittag machten wir uns an den am Vortag aufgenommenen Gesang von "Wieder da" und arbeiteten alles Stück für Stück ab und waren sehr zufrieden, mit dem, was wir hörten.
Anschließend sollte dann unser Tiefpunkt des Tages folgen.
Wir begaben uns an das vorher noch nicht ganz ausgereifte Intro für "Lass sie brennen", welches uns eigentlich leicht von der Hand hätte gehen sollen. Doch dank diverser kleiner Timingfehler und Fehlern beim Einspielen kostete uns das, keine Minute dauernde, Intro gut und gerne fünf Stunden und raubte, besonders Lennart und mir, einige Nerven.
Im Anschluss lief es dann wieder etwas runder, wir schnitten die Gitarren für "Deine erste Reihe" und "Geschichten einer Nacht", wobei bei der "Reihe", auf einmal Seppls bereits eingespielte Gitarre verschwunden war und diese noch mal neu eingespielt werden musste. Alles in allem ging alles recht zügig vonstatten und so konnten wir uns dann auf die entsprechenden Gesänge konzentrieren.
Der Gesang für die "Reihe" lief ruhig und geradlinig. Nach einer wie immer recht ausgedehnten "Schnippel-Session" von Seppl und Lennart, wurde auch dieser Gesang für gut befunden.
Bei "Geschichten einer Nacht" ging es dann richtig zur Sache. Dank diverser, total genialer, Reime durch Günni( "...ich sehe meinen Pimmel nicht...") ging die Stimmung schnell nach oben und genau in den Bereich, den es braucht, um die "Geschichten einer Nacht" perfekt zu erzählen.
Danach machte Günni noch ein Backup. Schneiden wollten wir den Gesang erst am nächsten Tag. Wir tranken noch unser tägliches Feierabend-Bier oder auch zwei und
freuten uns, dass wir unsere "to-do"-Liste gut abgearbeitet hatten.
So gegen halb vier verkrümmelte sich Günni in sein Bett zur Mama und auch wir gingen langsam ins Bett.
Alles in allem ein guter Tag, mit Höhen und Tiefen und doch ohne zu viel Stress.
Der Bauer
11. Mai 2008
Studiotagebuch - Tag 5
Tag 5 ist vollendet, der Halbzeitpfiff ist mehr oder minder ertönt. Genug Zeit ist noch da, wir müssen uns allerdings ranhalten und kontinuierlich gut und präzise arbeiten.
Heute Morgen weiter ein paar Bassspuren geschnitten, bis der Bauer irgendwann am Vormittag aus seinem Tag Urlaub wieder hier aufkreuzte. Danach haben Seppl und Lennart weiter Rhythmusgitarren eingespielt.
Ich bin währenddessen für drei Stunden in die Stadt gegangen, um für ein paar Minuten mal andere Menschen, Häuser und Umgebungen zu sehen. Gegen Abend war dann Seppl zum ersten Mal am Gesang gefragt. Ist ihm richtig gut gelungen und auch Lennarts eingesungene Backing Vocals lassen sich durchaus hören. Haben bis gerade (03:00 Uhr) in die Nacht noch weiter gearbeitet.
Zwischendurch haben wir noch ein kleines Ständchen über Mikrofon für unseren nun 24 Jahre jungen Gitarristen Lennart gesungen. Mischer Günni schmiss daraufhin eine Kiste Krombacher, die allerdings jetzt schon nicht mehr existiert.
Stimmung soweit auch gut bis sehr gut. Keine großen Zankereien, keine vorhergesagten Messerabgaben, alle Köpfe sind noch dran. Liegt denke ich an unserem Elan, euch eine geile Produktion vorstellen zu dürfen.
Also heißt es, denke ich, auch morgen, weiter Bass schneiden, Gitarren einspielen, Gesang einsingen, das Ganze dann schneiden, anschließend drüber hören. Diesen Schritt dann noch einige Male und dann wird abgemischt. Ihr seht, es ist fast immer das Gleiche, aber es macht trotzdem Bock, unsere neuen Lieder bis zur Geburt (Endmastering) in jedem Schritt der Entwicklung zu beobachten und vor allem Teil der Entwicklung zu sein...
Leute, Gute Nacht, wir machen jetzt die Augen zu, zumindestens für einen niedrigen dreistelligen Minutenbetrag!
Daniel
04. Mai 2008
Studiotagebuch - Tag 4
Der Tag begann mit dem obligatorischen, wie immer bestens ausgestatteten, Frühstück, bevor sich Bauer die Bahnverbindungen für seinen Heimtrip raussuchte. Der Gute macht heute einen Tag Pause, zieht sich ein paar Nasen frische Luft und isst wahrscheinlich die eine oder andere Portion Gemüse, die es hier grad nicht in Übermengen gibt.
Günni war wie immer frisch und früh auf den Beinen, um weiter an den Gitarren zu schrauben, die wir gestern probehalber eingespielt haben. Wieder einen Tick näher dran, aber noch nicht vollendet. Weitere Bassspuren wurden auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und geschnitten und dann ging es weiter mit den Gitarren. Lennart und ich spielten drei Stücke ein, die dann der fachmännischen Kenntnis vom Günni unterzogen wurden. Später am Abend dann noch einmal ein bisschen Rückerei und Vervollständigung einer Introsequenz.
Zu Essen gab es heute wieder vom Grill, den Daniel bediente. Rest-Würstchen und Hähnchenfilet standen auf dem Speiseplan. Dazu wurde frisch konserviertes Toastbrot, Ketchup mit Senf gereicht.
In der Zwischenzeit wurde die Playstation mit Fuppes- und Hockeyspielen bedient, dummes Zeug geredet, Bier getrunken und die Ruhe vom Bauern genossen.
Wir trinken grad unser Feierabend-Bier und synchronisieren Bauers Sprechpart in seinem grandiosen Auftritt in der RTL-Sendung "Hausfrauenstreik". Nää, was hat sich unser Vorzeige-Opa da gegeben.
Morgen geht's weiter mit weiteren Gitarren und der erste Gesang muss auch noch inne Tüte. Dazu dann wieder ein Stückchen näher zum perfekten Sound und abarbeiten, abarbeiten, abarbeiten.
In diesem Sinne, eine gute Nacht!
Seppl
27. April 2008
Studiotagebuch - Tag 3
"Boar, was stinkt denn hier so?" Unser Tonmensch Günni schaffte es mit dieser simplen Frage, die Umstände des heutigen Tages zu charakterisieren. Die Gerüche werden beißender, die Witze schlechter, die Stimmung jedoch nicht mieser. Daniel hat heute seine restlichen Bassspuren eingespielt, bis die Finger wund waren. Die ersten Spuren wurden sodann auch geschnitten und bearbeitet, so dass Seppl und ich anfangen konnten, an unseren Soundeinstellungen zu basteln und ein paar Probeaufnahmen zu machen. Bisher kann uns das alles noch nicht so überzeugen, wobei der Knackpunkt eher mein Sound ist. Wir sind aber zuversichtlich, morgen eine passende Grundeinstellung zu finden und vertrauen Günni da vollkommen. Ansonsten haben wir es uns so richtig gemütlich gemacht mit Playstation, Laptop und Bauers DVD-Sammlung. Besonders das PS2-Spiel "This is football" hat es uns besonders angetan. Ansonsten zeigen sich erste Tendenzen im Essverhalten der Beteiligten. Wenn weder der Grill läuft noch der Pizza+Döner-Mann herzitiert wird, widmet sich Daniel diversen Nudelgerichten aus der Tüte, Bauer bevorzugt ganz old school die guten alten Dosenravioli, ich nehme Toast und Ketschup zu mir (dazu gerne Wurst aller coleur) und Seppl beschränkt sich meist auf Bier.
Morgen gehts in Sachen Gitarren richtig los, dann war es das mit dem Rumgelümmel für Seppl und mich. Jetzt noch das obligatorische Feierabendbier und dann ab in die Heia. Gute Nacht!
Lennart
20. April 2008
Studiotagebuch - Tag 2
Eieiei, wir haben mittlerweile Sonntagmorgen und haben es gestern Abend nicht mehr geschafft, noch einen vernünftigen Tagebucheintrag zu schreiben, weil wir gestern Abend den erfolgreichen Aufnahmetag zwei, sagen wir mal, etwas zelebriert haben. Aber von vorne...
Bauer war in derselben, guten Form wie am Freitag und hat souverän die letzten sechs Schlagzeugspuren eingespielt. Der Mann war echt in Form und hat sehr gute Arbeit abgeliefert. Respekt!
Danach ging es für mich an den Bass. Haben zusammen dann versucht, einen vorab guten, rockigen Basssound zu zaubern, was uns meiner Meinung nach bis dato auch gut gelungen ist. Ich musste dann also zeigen, dass ich meine Hausaufgaben ähnlich gut wie der Bauer gemacht hatte. Das Einspielen fluppte gut und ich spielte an dem Nachmittag/Abend noch sechs Bassspuren ein, die allerdings noch nicht geschnitten sind. Gegen Mitternacht hörten wir dann mit dem Einspielen auf und ich war recht erleichtert, da mir meine Finger ähnlich wie jetzt gerade immer noch gut pochten. Während ich einspielte, testeten Seppl und Lennart schon einmal ihre Gitarren Amps, um gewisse Grundeinstellungen schon einmal gehört zu haben und dementsprechend schon kleine Änderungen vornehmen zu können.
Doch gestern war nach dem Einspielen des Basses für uns noch lange nicht Feierabend, denn der lustige und amüsante Teil des Abends sollte noch kommen. Der Fernseher+Playstation sowie Laptop mit Internet waren mittlerweile angeschlossen und so saßen wir samt Mischer im Aufenthaltsraum herum, guckten uns Tittenwerbung an, tranken Bier und Rotwein und vergaßen ein wenig die Zeit. Ich bin dann irgendwann recht gut angetrunken gegen drei mit Lennart und Bauer Richtung Schlafplatz marschiert, um die drei bis vier Stunden wohlverdienten Schlaf zu tätigen. Seppl und Günni blieben noch oben, da eine kleine Diskussionsdebatte noch im Raum stand.
Dank meiner nicht vergessenen Ohrenstöpsel konnte ich in Ruhe einschlafen und hörte nicht einmal, wie die anderen beiden später auch ins Bett gingen. Heute früh merke ich aber eindeutig den Schlafmangel und fühle mich noch nicht so recht fit. Doch auch heute heißt es gute, vernünftige Bassspuren einzuspielen. Wir werden sehen, was der Tag bringt!
Soviel zu gestern...
Daniel
10. April 2008
Studiotagebuch - Tag 1
Endlich war es soweit. Nach langem Warten voller Vorfreude war Tag X gekommen. Der Weg führte uns erneut, wie schon beim ersten Album, nach Gronau ins kleine Tonstudio, wo wir uns ab jetzt für über zehn Tage einschließen würden, um unseren zweiten Longplayer aufzunehmen.
Los ging es für Seppl, Bauer und mich an unserem Proberaum, wo wir den letzten Krempel einluden und in Seppls Lila Bumsmobil Richtung holländische Grenze fuhren. Lennart fuhr direkt von Münster Rock City nach Gronau, wo er auch fast zeitgleich mit uns ankam. Die Begrüßung mit unserem Lieblingstonmenschen Günter, auch liebevoll Günni genannt, verlief wie bis jetzt immer recht herzlich und bei einem "Herzlich-Willkommen Bier" besprachen wir ein wenig den Ablauf der nächsten Tage und unsere speziellen Wünsche vorab bezüglich des Sounds etc. Viel Zeit zum Quatschen in der anfänglichen Hektik blieb allerdings nicht, denn es sollte ja heute schon ein wenig gearbeitet werden. Nach dem Ausladen aller Utensilien begann Bauer seine Trommelkiste aufzubauen, um sie anschließend von Günni mikrofonieren zu lassen. Danach ging es an den Schlagzeugsound, der superwichtig für eine gute und geil klingende Produktion ist. Es ist zwar sehr mühsam und anstrengend, da man beispielsweise lange nur Snareschläge hört und dann auch noch entscheiden muss, welcher gut klingt und welcher nicht, aber im Endeffekt hat sich die Konzentration voll ausgezahlt. Nach dem Nachstimmen einiger Toms und dem Austausch der Stand-Tom stand der Sound und dieser bietet durchaus genügend Pepp, um der Produktion den richtigen Kick zu geben. Also konnte Bauer anfangen, Schlagzeugspuren einzuspielen und somit den ersten wirklichen Schritt dieses Longplayers machen. Unsere Anspannung war groß. "Wie wird Bauer drauf sein?", "Finden wir vernünftige Tempi"? etc.
Doch Bauer stellte erneut genau wie beim ersten Album seine Professionalität unter Beweis und schaffte es heute sage und schreibe sieben komplette und perfekte Schlagzeugspuren einzuspielen. Hut ab, da hat einer heimlich trainiert...so kann es weiter gehen! Morgen werden wir versuchen, die restlichen Drumspuren einzuspielen und evtl. mit dem Basssound anzufangen. Außerdem werde ich ja vielleicht noch die ein oder andere Spur einspielen. Wir werden sehen, was der Tag morgen bringt.
Wir haben mittlerweile lange nach zwölf, die Stimmung hier im Camp ist gut und humorvoll. Wir trinken alle gerade noch ein, zwei Tagesabschlussbiere und einzig allein dem Bauern sieht man die Anstrengung des heutigen Tages ein wenig an. Hat er gut gemacht, thumps up!
Wir werden jetzt gleich in unsere Kojen springen, da morgen doch recht früh der
Wecker klingt...wenn alles so weiterläuft ziehen wir womöglich im Sommer noch den Hauptgewinn! ;-) Gute Nacht zusammen!